Festival: FiSH (Festival im StadtHafen)

Jetzt liegt das FiSH Festival schon 4 Wochen zurück und erst jetzt folgt mein Bericht. Grund: Organisation der Landeskulturkonferenz und der Pressereise #balticdiscovery. Beides ist nun vorbei. Und trotz intensiver Vorbereitungsarbeit für beides habe ich es zwischendurch zum FiSH geschafft. Zum Glück, denn das gefiel. fish festival kreativsaison

FiSH, kurz für Festival im Stadthafen ist seit 2004 das Frühlingsevent der jungen deutschen Filmszene. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht der bundesweite Wettbewerb JUNGER FILM mit den besten nicht-kommerziellen Kurzfilmen eines Jahrgangs und einer sich öffentlich austauschenden Jury. Daneben funkeln die SehSterne, unterstützt von der Kulturellen Filmförderung MV, mit Filmen, Reportagen und Dokus aus und über Mecklenburg-Vorpommern sowie besonderen Themen wie Film+Musik. (Quelle: http://www.fish-rostock.de)

fish festival kreativsaisonDie ersten Filme, zu denen ich es geschafft habe, waren die des Junge Film Blocks II am Freitag im M.A.U. Gezeigt wurden sechs Kurzfilme, die direkt im Anschluss von der Jury bewertet wurden. Auch die Zuschauer konnten nach jedem Block einen Bewertungsbogen ausfüllen, aus denen am Ende der Zuschauerpreis ermittelt wurde. Gewonnen hat für mich ganz klar der 12 Jährige Teilnehmer Midas Kempcke mit dem Animationsfilm Harry Potter. Moderiert wurden die Blocks von dem urkomischen Nachwuchsregisseur Axel Ranisch, der zwischendrin noch etwas romantische Lyrik vorgetragen hat. Herrlich. Inhaltlich möchte ich an dieser Stelle auf keinen der Filme eingehen, ich hinterlasse nur kurze Statements zu jedem Film.    fish festival kreativsaison

O.P.A. Leider gefiel mir die Animation rein gar nicht, weshalb ich mich nicht auf den Film einlassen konnte.

Irgendwas mit Medien. Zum schmunzeln aber nicht sehr glaubhaft dargestellt.

Tom and Lili. Schöne Bilder.

Harry Potter und der Legostein der Weisen – Teil III. Grandios und unglaublich für das junge Alter des Filmemachers.

In die Tasche gesteckt. Zuckersüß.

Goliath. Zweiter Favorit, sehr passende Rollen und schöne Dialoge. fish festival kreativsaison

Am Abend habe ich dann noch den Kurzfilm Tomm und den Dokumentationsfilm After the Violence über Künstler und Gangs in Los Angeles in der Bühne 602 direkt nebenan gesehen. Während der erste durch die Straßen Rostocks führte und einen jungen Menschen völlig vorurteilslos portraitiert, wird man bei Letzterem an den Skatepark von Venice Beach geführt, an dem ich während meines San Diego Aufenthaltes das ein oder andere Mal verweilte. Wehleidigkeit meinerseits.fish festival kreativsaison

Zum Ausklang gab es Abends noch ein kleines Konzert von Wooden Peak in der FiSH-Lounge im Bunker. Schön gemütlich verteilten sich die Leute mit Bierchen auf dem Boden sitzend.fish festival kreativsaison

Da der Samstag vollgepackt mit #balticdiscovery Planung war, konnte ich leider keine Filme anschauen und habe, wie ich hörte, einiges verpasst. Abends habe ich es aber zum Glück noch ins Li.Wu geschafft, wo die Dokumentation Am Ende der Milchstraße gezeigt wurde. Ein wahnsinnig schöner Film mit tollen Bildern. Erzählt wird von der 50- Seelen Kommune in Mecklenburg, das Leben am Existenzminimium, aber gleichzeitig die starke Gemeinschaft und Zufriedenheit. Ab September wird dieser im Li.Wu laufen, es lohnt sich.

Später ging es zur FiSH Party im M.A.U.

Und am nächsten Morgen (Sonntag) zum Filmbrunch im Solo Uno im Stadthafen. Bei schönstem Wetter.fish festival kreativsaisonfish festival kreativsaison

Zum Abschluss habe ich mir abends noch die letzten Vorführugnen im Li.Wu angeguckt: Schlaflied – Max Raabe (typografisches Musikvideo, mit Hilfe von animierter Kalligrafie), die Dokumentation Die Offak-Story – Der Traum von Hollywood in der mecklenburgischen Provinz und das Video-Projekt Das Souper um Mitternacht mit Live-Musikbegleitung des grandiosen John R. Carlson. Jahre ist es her, dass ich zum letzten Mal einen Stummfilm gesehen habe und es war mal wieder faszinierend. fish festival kreativsaison

Mein Fazit zum FiSH Festival ist sehr positiv und das trotz der sich teilweise überschneidenden Vorstellungen. So musste auch Frau Matthiesen während der Moderation von Am Ende der Milchstraße rauseilen, weil sie zur Preisverleihung zum Hafen musste. Und wir konnten nicht bei der öffentlichen Jurytagung dabei sein, weil parallel noch After the Violence lief.  Nichts desto trotz fand ich das Festival und vor allem die allgemeine Atmosphäre sehr gelungen. Die Locations am Hafen waren alle sehr offen, hier plaudern Menschen, da essen welche, da werden Jurymeinungen ausgesprochen. Danke an die Veranstalter (Institut für neue Medien). Ach ja, mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass durch das FiSH regionale Filmemacher unterstützt werden. A Propos, gewonnen haben:

Preisträger BDFA Medaillen

Gold

„Koora“, Regie: Daniel Asadi Faezi
„Meyer“, Regie: Sascha Quade
„Qe skem a’malla harza – Ich bin manchmal einsam“, Regie: Tobias Rehm, Silke Dietrich, Sebastian Linder

Silber

„Goliath“, Regie: Ozan Mermer
„Reverie“, Regie: Valentin Gagarin, Shujun Wong, Robert Wincierz

Bronze

„Cold Star“, Regie: Kai Stänicke
„In die Tasche gesteckt“, Regie: Midas Kempcke
„Wie sie sehen“, Regie: Roman Hagenbrock
„Kette“, Regie: Monika Kostrzewa
„Weirdo’s Brain“, Regie: Bianca Kennedy
„School Shooting“, Regie: Steffen Gruber
„Jasna“, Regie: Kai Stoeckel

Preisträger Film des Jahres

Koora

Dokumentation: 9:36, 2012

Regie: Daniel Asadi Faezi (18 Jahre)

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2 Kommentare

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