Rossiniwoche Tag 3

Besuch im Schulzentrum Kühlungsborn und Familienkonzert in Bad Doberan.

Um 9:15 Uhr sammeln wir den italienischen Pianisten Alessandro Marangoni ein und fahren mit ihm zum Schulzentrum Kühlungsborn. Der Lionsclub hat uns diesen Besuch ermöglicht und so erzählen wir den Klassen 9-11 ein wenig über den Komponisten Gioachino Rossini. ‚Wir‘ sind Alessandro selbst, meine Wenigkeit und meine Unterstützung und Freundin Burcin. Klavier und Stühle stehen schon in der Aula parat, nach dem Pausenklingeln füllen sich die Plätze, etwa 150 Schüler sitzen im Raum. Und so fange ich an, erzähle kurz etwas über die Arbeit der Kreativsaison und über die Rossiniwoche. Wir möchten die nächsten 1 1/2 Stunden so interaktiv wie möglich gestalten und geben die Möglichkeit, jederzeit Fragen stellen zu können. Wer spielt selbst Instrumente oder könnte sich vorstellen einmal selbst Musiker zu sein, fragen wir zum Beispiel. Ein Schüler möchte das Akkordeonspielen zu seinem Beruf machen, eine Schülerin wird ‚the next superstar‘.

Ich gebe das Wort an den Rossiniwochen Protagonisten und italienischen Starpianist Alessandro ab…

…. der in Englisch erzählt wie er zu dem Klavierspielen gekommen ist und dass er mit 5 Jahren angefangen hat. Er erzählt von seinem Leben als Pianist, der Reiserei, den Proben und wie viel Arbeit hinter all dem steckt, er es aber mit Passion macht. Ich erzähle, dass Alessandro sogar in der berühmten Scala gespielt hat, woraufhin ein Schüler nachhakt und fragt, ob Alessandro nicht eine Mini-Scala imitieren und ein Stück von dort spielen könne. Gesagt getan, Alessandro setzt sich ans Klavier und der Raum wird zu einer Scala verwandelt. Gefällt euch Klaviermusik?

Was denkt ihr, wenn ihr Alessandro spielen hört? Ein Schüler sagt, dass er normalerweise nicht diese Musik hört, eher Hip Hop, aber dass jeder auch mal Klassikmusik gehört haben muss und es schön sei, Alessandro zuzuhören. Es kommen einige Fragen von den Schülern, wir stellen Alessandro fragen und so erzählt er 90 Minuten von sich und Rossini und lockert das ganze mit einigen Klaviereinlagen auf. Er spielt auch ‚Une caresse à ma femme‘, hält kurz inne um die Stelle der Verliebheit Rossinis zu seinen zwei Frauen zu zeigen. Das Stück wird lauter und intensiver und Alessandro merkt an „and here was the fight!!“. Es ist schön für die Schüler zu sehen, dass die Klassikmusik genauso eine Kunst ist, etwas auszudrücken, wie in moderner Musik, im Pop, Hip Hop etc. Sich selbst auszudrücken. Was sie denken, wenn sie auf seine Hände schauen und ihn spielen sehen, fragen wir. „Der muss gut im Computerspielen sein“, sagt ein Schüler. So erzählt Alessandro auch die Wichtigkeit von Social Media Plattformen für die Kommunikation nach außen – Facebook, Twitter und sogar Second Live, wo man ihn live Klavier spielen sehen kann.

Dann erzählt Alessandro von Rossini, der 1792-1868 gelebt hat. Dass er Frauen, Essen und Musik liebte. Dass seine Opernstücke meist Aufträge waren, er die Klavierkompositionen dagegen für sich selbst geschrieben hat. Und genau deswegen ist Rossini auch so berühmt für seine Opern, gar nicht aber für die Klavierwerke.

Alessandro erzählt, spielt, erzählt, spielt. Es herrscht eine sehr angenehme Stimmung im Raum, die Schüler wirken aufmerksam und interessiert.

Als es zur Pause klingelt und die 90 Minuten Unterrichtsstunden vorbeigezogen sind, stürmen sie in die Pause und wir sind zufrieden mit unserer „Rossini-Einführung“

Bericht Familienkonzert folgt.

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