Festival: Kommt Zusammen

Am Osterwochenende fand das Kommt Zusammen Festival in Rostock statt.

Mehr als 85 Künstler haben es am Wochenende nach Rostock geschafft und so wurde in 10 Locations getanzt, getrunken, Spaß gehabt. Aber nicht nur das, auch Kunstworkshops fanden statt, Stadtführungen, Lesungen, Mitternachtskino. Hier berichte ich nun also über ein – ganz anders als sonst – familienfreies Osterwochenende voller Musik, Kunst uswusf.

kreativsaison kommt zusammen

Freitag Abend, meine Freundin und ich kaufen gerade für unseren mitternächtlichen, selbstgemachten Hotdog ein, rufe ich den Veranstalter des Kommt Zusammen an und erzähle ihm, dass ich hier gerne von den Workshops und dem Wochenende berichten möchte. Er ist gerade auf dem Nachtflohmarkt im Peter-Weiss-Haus, den ich vollkommen vergessen hatte. Gut, dass ich mit Daniel gesprochen habe, da wollte ich sowieso hin. Wir bringen also unsere Einkäufe nach Hause und machen uns auf ins PWH um Karten abzuholen.

Auf dem Nachtflohmarkt sind ein paar ‚Verkäufer‘, die auch beim Ponyhof waren: nähmarie, Artquarium…. Aber es gibt auch einiges Neues zu sehen, z. B. sehr schöne Drucke von Christian Elgert. Meine Freundin schlägt zu und kauft zwei Bilder. Ich erfahre von dem Atelier im Dieselmotorenwerk, in dem mehrere Künstler frei arbeiten können, dazu ein ander mal mehr.

kommt zusammen kreativsaison

Mitternachts-Hotdog.

Am nächsten Morgen machen wir uns wieder auf ins PWH, diesmal, um bei den Workshops vorbei zu schauen. Bei dem schwedischen Künstler Kaj Mauritz Dyrvold kriegt meine Freundin gleich selbst Lust und malt drauf los, ich fotografiere das schöne Lichtspiel. Denn an eine Leinwand sind bunte Lichter projiziert, im Hintergrund läuft loungige Elektromusik und eine mehrköpfige Gruppe tobt sich an der Leinwand aus. Schönes Bild.

Direkt nebenan ist der Pappmachékurs von Julia Ennuschat, auch hier sind einige Kreative am rumwerkeln. Ich würde sagen, seht selbst, aber mir wird gerade der Zugriff auf meine Fotos verwehrt, sodass ich sie nicht online stellen kann :( Wir gönnen uns ein Stück Mississippi im A REBOURS und im Anschluss werden noch einmal die fertigen Kunstwerke angeguckt. Im Nebenraum finden übrigens Electronic-Musikworkshops präsentiert von PopKW statt, in der Kälte ein Stahl-Workshop mit Rumborak, im M.A.U. Dj- Workshops mit Stereoscope und in der LOHRO Redaktion ein Musik im Radio – Workshop.

Es ist schön, zu sehen, dass sich gar nicht so wenige dazu aufgerafft haben, sich künstlerisch auszutoben. Aber was sage ich, zu so etwas sollte man sich nicht ‚aufraffen‘ müssen.

Hat man Lust, macht man es, wenn nicht, dann eben nicht. So einfach.

Abends sind wir dann ins Li.Wu, wo ‚Bar 25‘ gespielt wird. Der Saal ist brechend voll, die Leute sitzen schon auf dem Boden. Ich persönlich finde den Film sehr empfehlenswert, man kriegt einen guten Eindruck von den Hintergründen der so erfolgreichen Bar, die Menschen aus der ganzen Welt nach Berlin gezogen hat. Außerdem kriegt man ein sehr intimes Bild von den Menschen, die hinter dem Projekt stehen, was sie hineingesteckt haben und was die Schließung der Bar für sie bedeutet. Anschauen.

Karfreitag, Tanzverbot? Egal, ab in den Zwischenbau.

Samstag geht das Kommt Zusammen weiter. Nach einem Arbeitstag im Lom steuern wir abends als erstes das PWH an. Die Schlange wollen wir uns aber nicht antun, also gehen wir direkt nebenan in den M&O Keller, gute Stimmung dort. Manche Leute rennen mit Gesichtsbemalung rum, später entdecken wir die Macher im PWH, wo wir uns doch noch hingetraut haben. Wir kommen schnell rein, drinnen spielen gerade Balkan Vision & Mashina, der Raum tanzt. Im Hinterraum läuft Drum’n’Bass. Nach ein paar Stündchen ziehen wir weiter Richtung Hafen, ins M.A.U. und für ganze 2 Minuten in die Orange Lounge. Es ist hell und alle sind müde. Ohne jemanden angreifen zu wollen, aber das Publikum im M.A.U. hat mir an dem Abend eher weniger gefallen, außer im kleinen Raucherraum.

Und auch am Sonntag geht das Kommt Zusammen weiter. Aber ärgerlicherweise ohne mich. Wir wollen eigentlich unbedingt raus, die Freunde des schwedischen Künstlers legen im M&O auf, aber wir schlafen ein und wachen erst am nächsten Morgen wieder auf. Mist.

Trotzdem, das Kommt Zusammen war eine tolle Sache und muss auf jeden Fall weitergeführt werden. Die Verbindung von Musik, Kunst, Kreativität und Feierei ist ’ne feine Sache. Danke an den Veranstalter Daniel Nitsch für ein mal ganz anderes Osterwochenende.

 

 

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